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1 Tag mit 2 Hauswarten der GEWAG

Seit Oktober 2024 hat die GEWAG ein Hauswarte-Team. Zwei von ihnen stellen wir Ihnen vor.

Zwei Quartiere, zwei Männer, ein Job. Und doch haben sie eins gemeinsam: Beide sind gelernte Handwerker. Marcel Klausmeyer hat das Maurerhandwerk von der Pike auf gelernt, Stefan Carsen ist ausgebildeter Schreiner. Und beide wissen genau, was es bedeutet, wenn in einer Wohnung etwas nicht stimmt – der eine, weil er selbst jahrelang auf Baustellen und in den Wohnungen seiner Kunden gearbeitet hat, der andere, weil er seit über 30 Jahren GEWAG-Mieter ist und das Leben im Quartier eben auch von der anderen Seite kennt. Seit Oktober 2024 sind sie Hauswarte bei der GEWAG – und in den Quartieren am Hasenberg und in der Klimaschutzsiedlung ALTE VÖMIX gehören sie längst dazu.

Kaffee, E-Mails, Quartier

Der Tag beginnt für beide ähnlich: Hauswartbüro aufschließen, E-Mails checken. Was an Mails über Nacht reingekommen ist, was dringend ist, was warten kann – das ist die erste Aufgabe des Tages. Dann geht es raus ins Quartier.

Marcel Klausmeyer ist am Hasenberg unterwegs – dem größten Quartier der GEWAG mit 140 Häusern und rund 1.250 Wohnungen, verteilt auf fast einen Kilometer Länge. Allein die Grünfläche umfasst 8 Hektar – das entspricht etwa 11 Fußballfeldern. Klausmeyer kennt es trotzdem wie seine Westentasche. Kein Wunder: Seine Eltern wohnen hier. Und bevor er zur GEWAG wechselte, hat er selbst am Hasenberg gearbeitet – für ein Unternehmen, das die Wohnungen saniert hat. „Ich kenne die Häuser und Wohnungen daher sehr gut“, sagt er. Dass er überhaupt auf die Stelle aufmerksam wurde, hat damit zu tun: Er entdeckte die Stellenausschreibung durch einen Aushang im Hausflur am Hasenberg.

Stefan Carsen hat sein Büro in der ALTEN VÖMIX – dem zweitgrößten Quartier der GEWAG mit 99 Häusern, 678 Wohnungen und rund 1.627 Mieterinnen und Mietern. Sein Büro ist ein ehemaliges Waschhaus, das er sich mit Liebe zum Detail gemütlich eingerichtet hat: Flur, Büro, Küche – alles da. Der gelernte Schreiner ist alleine für die Klimaschutzsiedlung zuständig und betreut darüber hinaus noch weitere Bestände.

Carsen kennt die ALTE VÖMIX übrigens nicht nur als Hauswart. Sein Sohn spielt mitten im Quartier Fußball – beim TS Struck. Schon bevor er den Job angefangen hat, ist Carsen mit dem Fahrrad vor Ort durch die Straßen gefahren, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Auf die Frage, wie lange es gedauert hat, bis er wirklich den Überblick hatte, schmunzelt der Sportbegeisterte: „Schon einen Moment.“

Kein Tag wie der andere

Was ein Hauswart bei der GEWAG macht, lässt sich schwer in einem Satz zusammenfassen.

„Das Schönste an meinem Job ist, dass jeder Tag anders ist, auch wenn vieles Routine ist.“

Stefan Carsen, Hauswart bei der GEWAG

Kontrollgänge durch das Quartier gehören genauso dazu wie Wohnungsabnahmen und -übergaben, das Koordinieren von Handwerkern, das Schreiben von Aufträgen, das Spülen von Wasserfiltern in Heizzentralen oder das Prüfen von Geländern, Flurbeleuchtung und allem, was sonst im Alltag anfällt. Wenn irgendwo Schimmel gemeldet wird, schauen sie nach. Wenn Sperrmüll unerlaubt abgestellt wurde, kümmern sie sich. Wenn eine Sicherungskasten-Tür locker ist und eine Schraube fehlt – erledigt, in wenigen Minuten. Was aufwändiger ist, geht an die entsprechenden Fachbetriebe. Dafür gibt es ein digitales Handwerker-Portal, über das alle Gewerke von den Hauswarten koordiniert werden. Hier ist jedes Gewerk mehrfach besetzt.

Ein Beispiel aus der ALTEN VÖMIX: Wasser im Waschkeller eines Hauses. Carsen geht hin, macht Fotos, beurteilt die Lage – und schreibt dann im Büro den Auftrag für den Fachbetrieb, der sich um den Schaden kümmert: Adresse, Foto, Ansprechpartner, Zugang. Fertig. Klar geregelt.

Marcel Klausmeyer bringt es auf den Punkt: „Unser Job ist so vielfältig – deshalb macht er so viel Spaß. Draußen sein, mit offenen Augen und Ohren durch das Quartier, und dabei einfach Ansprechperson für alle sein. Sein Schrittzähler gibt ihm recht: Zwischen 15.000 und 20.000 Schritte zeigt er am Ende eines normalen Arbeitstags. Jeden Tag geht er das gesamte Quartier einmal ab – um Sturmschäden zu bemerken, bevor sie jemand meldet, um zu sehen, was sich verändert hat, oder um einfach da zu sein.

„Langeweile gibt es bei uns nicht – es gibt immer was zu tun.“

Stefan Carsen, Hauswart bei der GEWAG

Zweimal die Woche gibt es Mieter-Sprechstunde. Für Klausmeyer am Vormittag, für Carsen am Nachmittag – jeweils eine Stunde, für alle, die ein Anliegen haben. Manchmal kommen viele, manchmal wenige. Die Sprechstunde ist kein Pflichttermin – sie ist eine offene Tür.

Auf dem Kennenlern-Steckbrief, den beide Hauswarte in die Flure ihrer Mieterinnen und Mieter platziert haben, steht der Satz: „Zögern Sie nicht, uns anzusprechen.“ Klausmeyer lacht dabei kurz auf: „Und nein, das tun unsere Mieterinnen und Mieter auch nicht – das ist gut so.“ Am Hasenberg kennt ihn jeder. Auf der Straße, beim Einkaufen, aus dem vorbeifahrenden Auto – überall wird der gelernte Maurer gegrüßt. Gerade fährt ein Auto vorbei, das Fenster geht runter; eine Dame zeigt per Hand das Telefon-Symbol. Klausmeyer nickt. Kein Wort nötig, er weiß, was zu tun ist. Eine weitere Mieterin hat ihn neulich beim Vorbeigehen angesprochen und gesagt: „Herr Klausmeyer, schön, dass es Sie gibt.“ Er lacht kurz. „Das höre ich öfter“, sagt er. Das zeigt, wie gut der Service der Hauswarte im Quartier schon angenommen worden ist.

Zum Job gehört auch, ehrlich zu sein – auch wenn das manchmal unbequem ist. Denn nicht jedes Problem liegt beim Vermieter. Wenn ein gemeldetes Anliegen mieterverschuldet ist, sagen die Hauswarte das klar und freundlich. Carsen hat dafür eine einfache Haltung: „Wie man in den Wald ruft, so schallt es auch heraus.“ Entsprechend geht er mit den Menschen um – und das kommt an.

Ihr Quartier kennen sie in- und auswendig

Was Stefan Carsen von anderen unterscheidet: Er weiß, wie es sich anfühlt, Mieter bei der GEWAG zu sein. Seit über 30 Jahren wohnt er selbst in einer GEWAG-Wohnung am Hasenberg. Und auch seine erste Wohnung überhaupt war bereits eine GEWAG-Wohnung. Er kennt beide Seiten – und genau das merkt man im Umgang mit ihm.

Auch Marcel Klausmeyer hat einen besonderen Draht zum Hasenberg – nicht nur beruflich. Seine Eltern leben hier. Der Fußballfan kennt das Quartier nicht als Außenstehender, sondern als jemand, der schon lange Teil davon ist.

Angekommen – im Job und im Viertel

Was Carsen und Klausmeyer erleben, spiegelt wider, was man von Mieterinnen und Mietern immer wieder hört: dass die GEWAG erreichbar ist. Dass man nicht ins Leere läuft. Dass geholfen wird. Viele haben sich bewusst für die GEWAG entschieden – weil sie Gutes über das Unternehmen gehört haben, weil sie schlechte Erfahrungen anderswo gemacht haben.

Zu Weihnachten hat Stefan Carsen von mehreren Mieterinnen und Mietern kleine Tüten bekommen – Schokolade, Kleinigkeiten, ein paar nette Worte. „Das ist dann schon schön“, sagt er. „Es zeigt, dass ich hier eine helfende Hand bin und die Mieter es gerne annehmen.“

In seiner Freizeit unterstützt der Familienvater seine beiden Söhnen und seine Frau, die einen Second-Hand-Laden in Lennep betreiben – Trödel, Auflösungen, Fundstücke. Im Sommer fährt er mit dem E-Bike durch das Quartier. Wer ihn so erlebt, merkt schnell: Der Mann ist angekommen – im Job und im Viertel.

Klausmeyer ist das auch. Fußballfan, gerne draußen, fährt Trecker – und hat zu Hause eine komplette Kernsanierung selbst gemacht: Rohre, Elektrik, gefliest, gemauert, verputzt. Zwei linke Hände hat der gelernte Maurer definitiv nicht. Und das merkt man am Hasenberg jeden Tag.

Beide sind seit Oktober 2024 dabei – von Anfang an, als der Hauswarte-Service der GEWAG startete. Drei Monate wurden sie gemeinsam in der Zentrale eingearbeitet, bevor sie in ihre Quartiere zogen. Seitdem sind sie dort. Jeden Tag. Für alle.